IHK-Arena - Die Ostschweizer Politdiskussion: Ist der Sozialstaat am Ende?
Einführung: Eva Nietlispach (Mitinhaberin Nietlispach und Jaeger AG)
Diskussionsteilnehmer:
Hans-Jürg Fehr, Nationalrat SP
Dr. Eugen David, Ständerat CVP
Dr. Konrad Hummler, Geschäftsführender Teilhaber Wegelin & Co. Privatbankiers, Präsident IHK
Dr. Kurt Weigelt, Direktor IHK St.Gallen-Appenzell
Der moderne Sozialstaat sorgt für uns von der Krippe bis zum Grabe: Mutterschaftsurlaub, Kinderzulagen, Stipendien, Arbeitslosenunterstützung, Invaliden-, Alters- und andere Renten, nicht zu vergessen die verschiedenen Ergänzungsleistungen im Sozial- und Gesundheitswesen.
Nur, dies alles ist nicht gratis. Die Einnahmen und Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden haben sich seit 1990 ungefähr verdoppelt. Am stärksten gewachsen sind die Staatsausgaben für die soziale Wohlfahrt. Diese bilden heute mit rund 30 Milliarden Franken den grössten Ausgabenposten. Gleichzeitig verschuldete sich die Invalidenversicherung mit knapp 14 Milliarden, die Arbeitslosenversicherung mit 7 Milliarden Franken.
Stagnierende Geburtenzahlen bei einer stark gestiegenen Lebenserwartung werden dazu führen, dass im Jahre 2050 auf zwei Erwerbstätige ein Rentner oder eine Rentnerin kommt. Ohne grundsätzliche Reformen müssen wir die Lohnabzüge in den kommenden Jahrzehnten verdoppeln.
Wie sieht unter diesen Voraussetzungen die Zukunft des Sozialstaates aus? Wer bezahlt? Müssen wir uns auf Leistungskürzungen einstellen? Die IHK-Arena thematisiert diese und weitere Fragestellungen, gibt Antworten darauf und zeigt mögliche Modelle und Lösungsansätze.
