Cuneo eine zu hohe Hürde
Trotz einer achtbaren Leistung bleibt Volley Amriswil im Europacup-Heimspiel gegen den europäischen Topclub aus dem Piemont chancenlos. Italiener stehen nach dem 3:0 (25:23, 25:15, 25:21) mit einem Bein im Achtelfinal des CEV-Cups.
Nach dem Zu-null-Auswärtserfolg dürfte die Achtelfinal-Qualifikation im Rückspiel vom nächsten Mittwoch für den aktuellen Tabellendritten der italienischen Serie A1, welche zu den stärksten Ligen der Welt zählt, nur mehr Formsache sein. Amriswil, das mit weniger als 10 Prozent des Saisonbudgets von Cuneo (5 Millionen Franken) auskommen muss, zeigte vor 700 Fans im Tellenfeld eine engagierte Leistung.
Aus der Reserve locken vermochten sie den haushohen Favoriten, der mit Nikola Grbic (Srb), Hubert Henno (Fr), Vladimir Nikolov (Bul), Luigi Mastrangelo (It) und Wout Wijsmans (Be) gleich über mehrere Spieler mit Weltklasseformat verfügt, allerdings nicht. Mit einer Serviceserie von Parodi zogen die Gäste sofort auf 0:4 davon, was Trainer Johan Verstappen zum frühen Time-out bewog. Sein Team kam nur schleppend aus den Startblöcken und der Respekt schien gross. Erst beim Spielstand von 1:8 begannen die Oberthurgauer dagegenzuhalten. Und siehe da: Unter Führung von Passeur Marco Bär fanden sie nun immer öfters Lücken im zuvor so souveränen italienischen Abwehrverband. Bis auf 10:12 kam Amriswil heran. In der Folge erwies sich aber Cuneos seitlicher Doppelblock Fortunato/Wijsmans als schier unüberwindbares Hindernis. Dass Amriswil trotzdem zum 17:17 ausgleichen konnte, daran hatte vor allem Adrian Schläpfer grossen Anteil. Cuneo schien nervös zu werden, geriet 17:19 in Rückstand, reagierte jedoch postwendend. Nach dem 22:22 gaben die Italiener nochmals richtig Gas bis zum 25:23.
Fehler bestraft
Der zweite Durchgang begann etwas vielversprechender. Zweimal ging Amriswil in Führung. Aber gegnerische Fehler wurden von den Italiener sofort in Punkte umgemünzt. Und so lagen die Gäste beim ersten technischen Time-out bereits 8:4 vorne. Vor allem Wijsmans war kaum zu bremsen. 7:14 hiess es wenig später. Damit hatten die hochfavorisierten Italiener das Geschehen wieder im Griff. Den Cuneo-Express vermochte Verstappen auch durch Wechsel nicht zu stoppen. Nicht zur Verfügung stand ihm der Brasilianer Marcio Sinotti, der geschont werden musste. Amriswil bemühte sich auch in Anbetracht des klaren Rückstands um jeden Ball. Schliesslich entschieden die Südeuropäer aber den zweiten Satz mit 25:15 überlegen für sich.
Bis zum Schluss mitgehalten
So einfach wollten es die Gastgeber den Italienern im dritten Durchgang nicht mehr machen. Angespornt von einem 3:0-Vorteil hielt Amriswil nun besser dagegen. Doch der zwischenzeitliche 8:4-Vorsprung hatte nicht lange Bestand, weil Cuneo einerseits erneut zulegte und Amriswil wieder mehr Fehler unterliefen. Bei 11:12 entschieden die Thurgauer zumindest den längsten Ballwechsel der Partie zu ihren Gunsten. Danach setzte sich Cuneo zwar wieder bis auf drei Punkte ab, doch schaffte Amriswil durch zwei Smashes von King nochmals den Ausgleich zum 19:19. In die Nähe eines Satzgewinnes kamen die Thurgauer aber nicht. Cuneo setzte sich in der Endphase wiederum ab und gewann 25:21.
(Quelle: http://www.tva-volleyball.ch/ - Markus Rutishauser)
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