Zürich Open - Finale Talents

hinzugefügt am 15.03.10 im Channel: Tennis

Nach 25 Jahren endlich wieder eine ungarische Hoffnung

Mit Marton Fucsovics setzte sich ein Ungar in der Kategorie "Talents" durch. Der vor einem Monat 18 Jahre alt gewordene Rechtshänder gewann das Endspiel gegen den Argentinier Andrea Collarini 6:2, 6:3.

Ein ungarischer Tennisspieler mit Schweizer Bezug. Da war doch schon mal was, oder? Richtig, wenn man in den Annalen etwas zurückblättert, findet man da durchaus etwas: 1985 gewann Balazs Taroczy an der Seite von Heinz Günthardt die Doppel-Konkurrenz in Wimbledon. Nach dem Ende von Taroczys Karriere war es still geworden um das magyarische Männer-Tennis.

Nun könnte Fucsovics die Lücke schliessen. Er kennt das ungarische Tennis-Idol gut: "Balazs hat mich sogar einmal zu einem Turnier eingeladen, wo wir in einem ähnlichen Format gespielt haben. Das war ebenfalls eine sehr gute Erfahrung." Für ihn war der Sieg in der Saalsporthalle nicht unbedingt eine Überraschung: "Ich kam hierher, um das Turnier zu gewinnen."

Natürlich war Vieles neu, einmal der Modus, inklusive der Erfahrung, sich mit den älteren Stars auf und neben dem Platz auszutauschen, andererseits aber auch der Druck, der gegenüber einem normalen Turnier doch kleiner war. Für Fucsovics eine ideale Konstellation: "Ich konnte so auch etwas mehr mit Freude spielen, als bei einem Turnier, wo es um Punkte geht. Das hat sicher geholfen." Die Nummer 6 der ITF-Weltrangliste trainiert seit drei Jahren an einer Akademie in Stuttgart. Bezüglich seiner Zukunft hat er vor allem ein Ziel: "Ich möchte einfach so gut wie möglich werden."

Sein Idol ist ein ... Schweizer. Roger Federer steht bei ihm ganz hoch im Kurs und auch dessen Spielweise: "Er spielt den Rückhand-Slice und eine tolle Vorhand, ich versuche, mein Spiel ähnlich aufzubauen."

Auch die übrigen Youngster verlassen Zürich mit vielen Erfahrungen im Gepäck. In Erinnerung geblieben ist allen die Organisation, inklusive der einzigartigen Unterbringung im Dolder. Dimitri Bretting, neben Claude Benz einer von zwei Schweizern, stellvertretend: "Ich kann sehr viel mitnehmen von den Profis und es war auch eine neue Erfahrung, gegen die absoluten Topjunioren zu spielen. Ich weiss jetzt noch besser, wo ich stehe, woran ich arbeiten muss."

Links:

Bericht auf www.zuerichopen.net

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